Archive for August 2009

Viva la Coldplay

August 31, 2009

Es begab sich einst im Juni 2005, dass ich mein erstes Konzert von Coldplay sah, welches am Fühlinger See  am Rande von Köln stattfand. Folgende Zeilen schrieb ich seinerzeit für meine alte Seite „o-jay.net“:

Chorweiler-Nord zur mitternächtlichen Stunde überlebt, das ist doch schon was. Hat allerdings mit dem eigentlichen Konzert nur periphär zu tun. 

Leider fand das Konzert nicht wie erwartet direkt am See, sondern auf dem anliegenden Parkplatz, wodurch ein wenig von dem erwarteten Flair verschenkt wurde. Das Vorprogramm, bestritten durch Kettcar und Richard Ashcroft, hatte im Gegensatz zu der Mehrzahl vergangener Konzerterfahrungen durchaus Kurzweil und Qualität. Unerwähnt sollte indes nicht bleiben, das Ashcroft mit zwei Paukenschlägen in Form der alten Verve-Gassenhauern „Drugs Don’t Work“ und „Bittersweet Symphonie“ sein Set beendete. 

Coldplay liefert ein souveränes, handwerklich und soundtechnisch perfektes Set ab, dass in punkto Songauswahl, „Trouble“ vielleicht ausgenommen, keine Wünsche offen lässt. Das ist es dann aber auch schon. Trotz eines grossen Repertoires an Stücken mit einem eben solchem Charisma will sich eine euphorisierende Wirkung nicht einstellen. Und genau hier liegen (noch) die Defizite von Chris Martin und Co. Die Band versteht es grösstenteils nicht, die Stimmung und Dramaturgie ihrer Songs auf die Bühne zu transportieren. Es mangelt vor allem an Kommunikation mit dem Publikum. Das schelmische Integrieren von vor langer Zeit gelerntem Schuldeutsch in Form von „Wo geht’s zum Bahnhof?“ in die erste Strophe von „The Scientist“ bildet hier schon fast die einzige Annährung an das Auditorium. So verpuffen die grossen emotionalen Dramen „Yellow“ und vor allem „Everything’s Not Lost“ nahezu wirkungslos. Zu sehr wirkt die Band wie eine Jukebox, die Hit an Hit einfach aneinanderreiht, was angesichts ihres grossen Potenzials als sehr schade zu erachten ist. 

Dass der Auftritt nach gerade einmal 84 Minuten sein Ende findet, trägt zu einem am Ende doch etwas zwiespältigem Eindruck bei. Vielleicht sollten Coldplay das Motto der von ihnen löblicherweise unterstützen „Make Trade Fair“-Kampagne auch hier beherzigen und dem Publikum angesichts eines Kartenpreises von mehr als 50 Euro etwas mehr „value for money“ bieten. Ansonsten steht zu befürchten, das Coldplay eine Band ausschliesslich für den heimischen CD-Player bleiben wird. Und natürlich für Parkplätze.

Nach dem vergangenen Donnerstag muss man konstatieren, dass sich die Zeiten geändert haben. Andere Zeit, anderer Ort: Coldplay baten im Rahmen ihrer „Viva La Vida“-Tour zur Open Air-Party in die Düsseldorfer Esprit-Arena und ich gab ihnen eine zweite Chance. Nachdem tagsüber angesichts eines virengeplagten Körpers das Konzert für mich auf der Kippe stand und ich kurz davor war, Sitzschale gegen heimische Couch zu tauschen, setzte sich letztendlich doch der Bock auf das Gastspiel der Kaltspieler durch. Zwar gab es noch eine weitere Hürde in Form von nervenzehrendem Stau und Parkplatzchaos zu überwinden, an der Arena angekommen war ich mir aber im Klaren, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Leider haben wir aufgrund der geschilderten Umstände das Vorprogramm mit den Howling Bells und den Kilians verpasst.

Doch für alles das sollten Martin und seine Mannen dutzendfach entschädigen. Walzertakte kündeten vom Eintreffen der Band auf der elipsenförmigen Bühne, wo als opulenter Opener das Instrumental LIFE IN TECHNICOLOR dargeboten wurde. „Guten Abend, meine Freunde“ begrüßte Chris Martin die 45.000 in der High-Tech-Arena. Es sollten nicht die letzten  Worte auf deutsch bleiben, die er an diesem Abend gebrauchte. Schnell wurde bei den folgenden Songs klar, dass das nicht mehr die Coldplay von 2005 waren. Spürbare Spielfreude und eine stetige Einbindung des außerordentlich stimmungsvollen Publikums waren der Maßstab des Abends. Und so verschmolz  das Zusammenspiel von Band und Kulisse zu einer Symbiose, welche sich ohne Zweifel das Prädikat „unvergesslicher Abend“ verdiente. Bei derartig vielen emotionalen Momenten fällt es schwer, hinterher einzelne Highlights zu benennen. Selbst eigentliche Gassenhauer wie CLOCKS oder IN MY PLACE, beide zu Beginn gespielt, verblassten gegen vieles, was später noch kam. YELLOW mit den zahlreichen gelben (was sonst) Luftballons im Publikum, das von Chris Martin solo am Klavier vorgetragene THE HARDEST PART, als nach Überleitung von POSTCARDS FROM FAR AWAY bei den ersten Klängen von VIVA LA VIDA geradezu ein Orkan im Stadion losbrach, das als Akustikversion auf einer Minibühne im Innenraum vorgetragene BILLIE JEAN als Hommage an Michael Jackson, das triumphale LOVERS IN JAPAN im Konfettiregen zum Ende des regulären Sets, das sakrale THE SCIENTIST als Zugabe. Mittendrin TALK und GOD PUT A SMILE UPON YOUR FACE auf einer weiteren Minibühne als Remixe im ganz neuen Stil vorgetragen (smells like U2s I’LL GO CRAZY IF I DON’T GO CRAZY TONIGHT in der 360°-Version). Mitreißend, abwechslungsreich, inspirierend und immer passend dazu die formidable Visualisierung auf der Bühnenleinwand. 

Am Ende stand die Feststellung Chris Martins, eine der besten Shows der Bandhistorie erlebt zu haben. Ich schließe mich da an: dieses Konzert war eines der euphorisierendsten meiner bisherigen Vita. Stellvertretend dafür stand nach 120 Minuten das abschließende Feuerwerk, welches bei den Klängen des ESCAPIST seine Farben in den Düsseldorfer Nachthimmel zauberte. Parkplätze spielten diesmal nur eine untergeordnete Rolle. Coldplay sind verdammt groß geworden.

Die Setlist:

Life In Technicolor
Violet Hill
Clocks
In My Place
Yellow
Glass Of Water
Cemeteries Of London
42
Fix You
Strawberry Swing
God Put A Smile Upon Your Face (Partial Techno Remix)
Talk (Partial Techno Remix)
The Hardest Part (Chris Martin Solo Piano)
Postcards From Far Away (Chris Martin Solo Piano)
Viva La Vida
Lost!
Til Kingdom Come (Akustik)
Death Will Never Conquer (Akustik)
Billie Jean (Michael Jackson cover – Akustik)
Viva La Vida (Remix Interlude)
Politik
Lovers In Japan
Death And All His Friends

Encore:
The Scientist
Life In Technicolor ii
The Escapist (Outro)

Viva la Coldplay

August 31, 2009










Es begab sich einst im Juni 2005, dass ich mein erstes Konzert von Coldplay sah, welches am Fühlinger See  am Rande von Köln stattfand. Folgende Zeilen schrieb ich seinerzeit für meine alte Seite „o-jay.net“:

Chorweiler-Nord zur mitternächtlichen Stunde überlebt, das ist doch schon was. Hat allerdings mit dem eigentlichen Konzert nur periphär zu tun. 

Leider fand das Konzert nicht wie erwartet direkt am See, sondern auf dem anliegenden Parkplatz, wodurch ein wenig von dem erwarteten Flair verschenkt wurde. Das Vorprogramm, bestritten durch Kettcar und Richard Ashcroft, hatte im Gegensatz zu der Mehrzahl vergangener Konzerterfahrungen durchaus Kurzweil und Qualität. Unerwähnt sollte indes nicht bleiben, das Ashcroft mit zwei Paukenschlägen in Form der alten Verve-Gassenhauern „Drugs Don’t Work“ und „Bittersweet Symphonie“ sein Set beendete. 

Coldplay liefert ein souveränes, handwerklich und soundtechnisch perfektes Set ab, dass in punkto Songauswahl, „Trouble“ vielleicht ausgenommen, keine Wünsche offen lässt. Das ist es dann aber auch schon. Trotz eines grossen Repertoires an Stücken mit einem eben solchem Charisma will sich eine euphorisierende Wirkung nicht einstellen. Und genau hier liegen (noch) die Defizite von Chris Martin und Co. Die Band versteht es grösstenteils nicht, die Stimmung und Dramaturgie ihrer Songs auf die Bühne zu transportieren. Es mangelt vor allem an Kommunikation mit dem Publikum. Das schelmische Integrieren von vor langer Zeit gelerntem Schuldeutsch in Form von „Wo geht’s zum Bahnhof?“ in die erste Strophe von „The Scientist“ bildet hier schon fast die einzige Annährung an das Auditorium. So verpuffen die grossen emotionalen Dramen „Yellow“ und vor allem „Everything’s Not Lost“ nahezu wirkungslos. Zu sehr wirkt die Band wie eine Jukebox, die Hit an Hit einfach aneinanderreiht, was angesichts ihres grossen Potenzials als sehr schade zu erachten ist. 

Dass der Auftritt nach gerade einmal 84 Minuten sein Ende findet, trägt zu einem am Ende doch etwas zwiespältigem Eindruck bei. Vielleicht sollten Coldplay das Motto der von ihnen löblicherweise unterstützen „Make Trade Fair“-Kampagne auch hier beherzigen und dem Publikum angesichts eines Kartenpreises von mehr als 50 Euro etwas mehr „value for money“ bieten. Ansonsten steht zu befürchten, das Coldplay eine Band ausschliesslich für den heimischen CD-Player bleiben wird. Und natürlich für Parkplätze.

Nach dem vergangenen Donnerstag muss man konstatieren, dass sich die Zeiten geändert haben. Andere Zeit, anderer Ort: Coldplay baten im Rahmen ihrer „Viva La Vida“-Tour zur Open Air-Party in die Düsseldorfer Esprit-Arena und ich gab ihnen eine zweite Chance. Nachdem tagsüber angesichts eines virengeplagten Körpers das Konzert für mich auf der Kippe stand und ich kurz davor war, Sitzschale gegen heimische Couch zu tauschen, setzte sich letztendlich doch der Bock auf das Gastspiel der Kaltspieler durch. Zwar gab es noch eine weitere Hürde in Form von nervenzehrendem Stau und Parkplatzchaos zu überwinden, an der Arena angekommen war ich mir aber im Klaren, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Leider haben wir aufgrund der geschilderten Umstände das Vorprogramm mit den Howling Bells und den Kilians verpasst.

Doch für alles das sollten Martin und seine Mannen dutzendfach entschädigen. Walzertakte kündeten vom Eintreffen der Band auf der elipsenförmigen Bühne, wo als opulenter Opener das Instrumental LIFE IN TECHNICOLOR dargeboten wurde. „Guten Abend, meine Freunde“ begrüßte Chris Martin die 45.000 in der High-Tech-Arena. Es sollten nicht die letzten  Worte auf deutsch bleiben, die er an diesem Abend gebrauchte. Schnell wurde bei den folgenden Songs klar, dass das nicht mehr die Coldplay von 2005 waren. Spürbare Spielfreude und eine stetige Einbindung des außerordentlich stimmungsvollen Publikums waren der Maßstab des Abends. Und so verschmolz  das Zusammenspiel von Band und Kulisse zu einer Symbiose, welche sich ohne Zweifel das Prädikat „unvergesslicher Abend“ verdiente. Bei derartig vielen emotionalen Momenten fällt es schwer, hinterher einzelne Highlights zu benennen. Selbst eigentliche Gassenhauer wie CLOCKS oder IN MY PLACE, beide zu Beginn gespielt, verblassten gegen vieles, was später noch kam. YELLOW mit den zahlreichen gelben (was sonst) Luftballons im Publikum, das von Chris Martin solo am Klavier vorgetragene THE HARDEST PART, als nach Überleitung von POSTCARDS FROM FAR AWAY bei den ersten Klängen von VIVA LA VIDA geradezu ein Orkan im Stadion losbrach, das als Akustikversion auf einer Minibühne im Innenraum vorgetragene BILLIE JEAN als Hommage an Michael Jackson, das triumphale LOVERS IN JAPAN im Konfettiregen zum Ende des regulären Sets, das sakrale THE SCIENTIST als Zugabe. Mittendrin TALK und GOD PUT A SMILE UPON YOUR FACE auf einer weiteren Minibühne als Remixe im ganz neuen Stil vorgetragen (smells like U2s I’LL GO CRAZY IF I DON’T GO CRAZY TONIGHT in der 360°-Version). Mitreißend, abwechslungsreich, inspirierend und immer passend dazu die formidable Visualisierung auf der Bühnenleinwand. 

Am Ende stand die Feststellung Chris Martins, eine der besten Shows der Bandhistorie erlebt zu haben. Ich schließe mich da an: dieses Konzert war eines der euphorisierendsten meiner bisherigen Vita. Stellvertretend dafür stand nach 120 Minuten das abschließende Feuerwerk, welches bei den Klängen des ESCAPIST seine Farben in den Düsseldorfer Nachthimmel zauberte. Parkplätze spielten diesmal nur eine untergeordnete Rolle. Coldplay sind verdammt groß geworden.

Die Setlist:

Life In Technicolor
Violet Hill
Clocks
In My Place
Yellow
Glass Of Water
Cemeteries Of London
42
Fix You
Strawberry Swing
God Put A Smile Upon Your Face (Partial Techno Remix)
Talk (Partial Techno Remix)
The Hardest Part (Chris Martin Solo Piano)
Postcards From Far Away (Chris Martin Solo Piano)
Viva La Vida
Lost!
Til Kingdom Come (Akustik)
Death Will Never Conquer (Akustik)
Billie Jean (Michael Jackson cover – Akustik)
Viva La Vida (Remix Interlude)
Politik
Lovers In Japan
Death And All His Friends

Encore:
The Scientist
Life In Technicolor ii
The Escapist (Outro)

Coldplay in Düsseldorf

August 27, 2009
Foto

Stau, Parkplatzchaos- egal. Getz kann et mal lekker losgehen mit den Kaltspielern …

Coldplay in Düsseldorf

August 27, 2009

Stau, Parkplatzchaos- egal. Getz kann et mal lekker losgehen mit den Kaltspielern …

Blitzromantik

August 11, 2009
1

Gewitter und Blitze üben seit jeher eine großen Faszination auf mich aus. Na ja, jedenfalls solange ich mich während dessen in den eigenen vier Wänden befinde. Auf freiem Feld joggend kann ich selbstredend gut darauf verzichten. Eine schöne Sammlung an spektakulären Aufnahmen der Entfesselung von Naturgewalten hat Clementine bei reflectionof.me aufgetan. Und richtig verdutzt starrte ich auf das Startfoto der Serie, während ich heute meine „daily posterous subscriptions“ sondierte: die Ansicht kenne ich doch? Yep- es handelt sich um das Rathaus von Athens, Georgia. Dort verbrachte ich einst im Frühjahr 1997 einen 3-wöchigen und meinen bisher einzigen Übersee-Aufenthalt. 

Blitzromantik

August 11, 2009

Gewitter und Blitze üben seit jeher eine großen Faszination auf mich aus. Na ja, jedenfalls solange ich mich während dessen in den eigenen vier Wänden befinde. Auf freiem Feld joggend kann ich selbstredend gut darauf verzichten. Eine schöne Sammlung an spektakulären Aufnahmen der Entfesselung von Naturgewalten hat Clementine bei reflectionof.me aufgetan. Und richtig verdutzt starrte ich auf das Startfoto der Serie, während ich heute meine „daily posterous subscriptions“ sondierte: die Ansicht kenne ich doch? Yep- es handelt sich um das Rathaus von Athens, Georgia. Dort verbrachte ich einst im Frühjahr 1997 einen 3-wöchigen und meinen bisher einzigen Übersee-Aufenthalt. 

Der Star ist die Bühne

August 5, 2009

U2s 360°-Tour machte am Montag Station auf Schalke und der O-Jay war dann mal dabei. Keine Karte mehr bekommen (1993, 2001, 2005) bzw. bereits erworbenes Ticket an eine Bekannte verschenkt (1997)- so war es diesmal mein erstes U2 Konzert überhaupt. Und für gerade einmal 42 € sollte ich mein Kommen nicht bereuen.
 
Alleine der spektakuläre Bühnenaufbau namens „The Claw“ (Bono: „Danke, das wir unseren Weltraumschrott hier aufbauen durften“) ließ einen schon vor Konzertbeginn mächtig staunen. Als Support-Act absolvierte Snow Patrol runde 45 Minuten ein starkes Programm, welches alle bekannten Gassenhauer beinhaltete und auch vom Sound gut rüberkam.
 
U2s darauf folgende Show erfüllte alle Erwartungen, welche wirklich nicht niedrig angesetzt waren. Der Sound, welcher in der Regel bei Konzerten in der Arena immer ein Problem darstellt, war deutlich besser als beispielsweise beim 2003er Springsteen-Konzert an gleicher Stelle. Lichtshow und Projektionen setzten Band und Bühne perfekt in Szene, wurden aber nicht exzessiv eingesetzt. Gleich 4 Songs vom neuen Album gleich zu Beginn am Stück zu spielen ist ein Luxus, den sich in diesem großen Rahmen außer den Iren wohl wenige erlauben können, ohne dass das Publikum murrt. Mit den bewährten Crowd-Pleasern „Beautiful Day“ und „Elevation“ erweckt die Band die 74.000 dann aus einer etwaig eintretenden Lethargie, bevor mit „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ der erste ganz große Hit keinen mehr sitzen ließ. Die Mischung stimmt fortan, bei „Vertigo“ reisst The Edge eine Saite und die Band beginnt den Song von vorn (auch die größte Band des Planeten ist nicht perfekt). Die aktuelle Single wird im schmissigen Disco-Remix dargeboten (interessantes Experiment) und natürlich dürfen die politischen Statements nicht fehlen („Walk on“, Einspielung einer Rede von Bishop Tutu). Das kann man mögen oder nicht, bei Bono ist es eben im Eintrittspreis mit enthalten. Danach folgt der Höhepunkt des Abends: in einer durch die Displays der Mobiltelefone ausgeleuchteten Arena á la Milchstraße bieten U2 ihren vielleicht besten Song dar: „One“. Auch die vor ein paar Jahren grässliche verschandelte Version mit Mary J. Blidge kann der Erhabenheit des Songs nichts anhaben. Für mich ein Top10-Moment meiner persönlichen Konzert-Historie, und ich habe beileibe nicht wenig Konzerte gesehen.  

Die Zugabe, welche „Ultra Violet“ von meinem Lieblingsalbum Achtung Baby, den Über-Klassiker „With Or Without You“ und das formidable „Moment Of Surrender“ umfasst, setzt den Schlusspunkt unter einen denkwürdigen Abend. Ich habe jedenfalls hinterher nur glückliche Menschen gesehen. Well done boys. 

 
Die Setlist:
 
Breathe
No Line on the Horizon
Get On Your Boots
Magnificent
Beautiful Day
Elevation
I Still Haven’t Found What I’m Looking For
Stuck In A Moment You Can’t Get Out Of
Unknown Caller
The Unforgettable Fire
City Of Blinding Lights
Vertigo
I’ll Go Crazy If I Don’t Go Crazy Tonight
Sunday Bloody Sunday
Pride (In The Name Of Love)
MLK
Walk On
Where The Streets Have No Name
One
 
Encore:
Ultraviolet (Light My Way)
With Or Without You
Moment of Surrender

Der Star ist die Bühne

August 5, 2009

U2s 360°-Tour machte am Montag Station auf Schalke und der O-Jay war dann mal dabei. Keine Karte mehr bekommen (1993, 2001, 2005) bzw. bereits erworbenes Ticket an eine Bekannte verschenkt (1997)- so war es diesmal mein erstes U2 Konzert überhaupt. Und für gerade einmal 42 € sollte ich mein Kommen nicht bereuen.
 
Alleine der spektakuläre Bühnenaufbau namens „The Claw“ (Bono: „Danke, das wir unseren Weltraumschrott hier aufbauen durften“) ließ einen schon vor Konzertbeginn mächtig staunen. Als Support-Act absolvierte Snow Patrol runde 45 Minuten ein starkes Programm, welches alle bekannten Gassenhauer beinhaltete und auch vom Sound gut rüberkam.
 
U2s darauf folgende Show erfüllte alle Erwartungen, welche wirklich nicht niedrig angesetzt waren. Der Sound, welcher in der Regel bei Konzerten in der Arena immer ein Problem darstellt, war deutlich besser als beispielsweise beim 2003er Springsteen-Konzert an gleicher Stelle. Lichtshow und Projektionen setzten Band und Bühne perfekt in Szene, wurden aber nicht exzessiv eingesetzt. Gleich 4 Songs vom neuen Album gleich zu Beginn am Stück zu spielen ist ein Luxus, den sich in diesem großen Rahmen außer den Iren wohl wenige erlauben können, ohne dass das Publikum murrt. Mit den bewährten Crowd-Pleasern „Beautiful Day“ und „Elevation“ erweckt die Band die 74.000 dann aus einer etwaig eintretenden Lethargie, bevor mit „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“ der erste ganz große Hit keinen mehr sitzen ließ. Die Mischung stimmt fortan, bei „Vertigo“ reisst The Edge eine Saite und die Band beginnt den Song von vorn (auch die größte Band des Planeten ist nicht perfekt). Die aktuelle Single wird im schmissigen Disco-Remix dargeboten (interessantes Experiment) und natürlich dürfen die politischen Statements nicht fehlen („Walk on“, Einspielung einer Rede von Bishop Tutu). Das kann man mögen oder nicht, bei Bono ist es eben im Eintrittspreis mit enthalten. Danach folgt der Höhepunkt des Abends: in einer durch die Displays der Mobiltelefone ausgeleuchteten Arena á la Milchstraße bieten U2 ihren vielleicht besten Song dar: „One“. Auch die vor ein paar Jahren grässliche verschandelte Version mit Mary J. Blidge kann der Erhabenheit des Songs nichts anhaben. Für mich ein Top10-Moment meiner persönlichen Konzert-Historie, und ich habe beileibe nicht wenig Konzerte gesehen.  

Die Zugabe, welche „Ultra Violet“ von meinem Lieblingsalbum Achtung Baby, den Über-Klassiker „With Or Without You“ und das formidable „Moment Of Surrender“ umfasst, setzt den Schlusspunkt unter einen denkwürdigen Abend. Ich habe jedenfalls hinterher nur glückliche Menschen gesehen. Well done boys. 

 
Die Setlist:
 
Breathe
No Line on the Horizon
Get On Your Boots
Magnificent
Beautiful Day
Elevation
I Still Haven’t Found What I’m Looking For
Stuck In A Moment You Can’t Get Out Of
Unknown Caller
The Unforgettable Fire
City Of Blinding Lights
Vertigo
I’ll Go Crazy If I Don’t Go Crazy Tonight
Sunday Bloody Sunday
Pride (In The Name Of Love)
MLK
Walk On
Where The Streets Have No Name
One
 
Encore:
Ultraviolet (Light My Way)
With Or Without You
Moment of Surrender

Snow Patrol auf Schalke

August 3, 2009

Die 360° Bühne von U2 ist ja schon klasse:

Foto

Snow Patrol auf Schalke

August 3, 2009

Die 360° Bühne von U2 ist ja schon klasse: